Ein Guide für Rezepte: Mit «Andong» kulinarisch um die Welt

Aktualisiert: 23. Okt 2019

Woher kommt eigentlich russischer Salat? Und wie werden handgezogene Nudeln hergestellt? Andong weiss es und vermittelt sein Wissen zu verschiedensten Rezepten als eine Art «Kulinarik-Guide» auf seinem Youtube-Kanal «My Name is Andong».

Ausschnitt aus dem Video «How Good Are The World's Best Pickles?» von Andong.

Anstatt Rezepte einfach nur nachzukochen, lohnt es sich bisweilen auch, sich mit der Herkunft der jeweiligen Gerichte zu beschäftigen. Denn hinter jeder erfolgreichen und leckeren Mahlzeit steckt eine Geschichte, die sie zu eben dieser gemacht hat.


Ein guter Guide für «Kulinarik-Geschichte» ist der Youtube-Kanal «My Name is Andong». Andong ist in Russland aufgewachsen, hat ein Jahr lang in China gelebt und wohnt zurzeit in Berlin. Mit seinem Kanal vermittelt er in interessanten Kurzfilmen Hintergrundwissen über bekannte, beliebte und manchmal auch zu weniger geläufigen Rezepten.


Die Vielfalt der einzelnen Gerichte zeigt sich auf seinem Kanal: Mal sucht er nach der weltbesten Gewürzgurke im deutschen Spreewald, dann ermittelt er die perfekte Methode um in einer Minute möglichst viele Wontons zu falten und im nächsten Moment widmet er sich der traditionellen Technik von handgezogenen Nudeln.


160 Jahre alter Russischer Salat


Hinter jedem Video steckt aber viel Recherche. Andong macht diesen Prozess jeweils gemeinsam mit seinen Zuschauern durch und beginnt ganz am Anfang. So eruiert er beispielsweise in einem Video die Entstehungsgeschichte von «Russischem Salat», der in seinem Herkunftsland lediglich unter dem Namen «Oliviersalat» bekannt ist.


Dabei zeigt sich, dass letztere Namensgebung auf den ursprünglichen Erfinder Lucien Olivier zurückgeht. Er betrieb um 1860 ein französisches Restaurant in Moskau, das für eben jenes (damals noch brandneues) Rezept bekannt war. Und genau diese Ursprungs-Version wollte Andong dann schlussendlich in seinem Video rekonstruieren.


Das Ganze ist dann aber doch nicht so einfach, denn das Rezept ist mittlerweile fast 160 Jahre alt und Lucien nahm die Rezeptur mit seinem Tod 1883 mit ins Grab. So blieben Andong nur noch Niederschriften aus alten Büchern der damaligen Zeit, um irgendwie doch noch einige Informationen zur Rezeptur zu finden.


Wie er schlussendlich trotzdem eine Variation kreiert hat, die an die originale Rezeptur herankommt, kann man selbst im unteren Video nachschauen. :o)

Motto «Do it yourself»


Seine Kurzfilme sind stets unter dem selben Motto aufgebaut: «Einfach selber machen». Je nach Rezept orientiert sich Andong dabei oft zu Anfang an der klassischen Version eines Gerichts, wie man es in Restaurants, an Street-Food-Ständen, im Supermarkt oder in der Bäckerei kaufen kann.


Im hauseigenen Studio wird daraufhin aber eine völlig eigene Version kreiert, deren Zutaten Andong oft von Grund auf selber herstellt. So zum Beispiel Mayonnaise oder Butter. Vielfältige Recherchen, interessante Food-Fakten und eine gute Portion Humor machen seine Videos aus. Reinschauen lohnt sich. :o)


Hier geht's zum Kanal: My Name Is Andong


Cheers,

Pflümli

©2019 Pflümli's Kitchen. Erstellt mit Wix.com

Besucherzähler